Aktuelles

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**Aktuelle Infos, News, Terminankündigungen, etc. **

HINWEIS: Wir veröffentlichen derzeit Updates hauptsächlich auf Twitter. Der Blog ist bis auf weiteres an erster Stelle Archiv unserer bisher veröffentlichten Texte. Schaut also am besten hier bei unserem Twitter Account vorbei (auch ohne eigenen Account einsehbar).

  • Free the Röszke11!

Nachdem im September 2015 die ungarische Regierung entschied die Südgrenze zu schließen und mit Stacheldrahtzaun und militärischen Mitteln zu befestigen, brach spontaner Protest von Menschen auf der Flucht aus. Einer der Orte an dem es zu solchen Protesten kam, war der kleine ungarische Grenzort Röszke. Die Polizei eskalierte die Situation, prügelte auf die Menschen samt Kindern ein und schoss Tränengas auf die Menge.  Anstatt dass nun dieser eskalierte gewaltvolle Polizeieinsatz kritisch aufgearbeitet wird, findet ein zutiefst politischer Schauprozess gegen 11 damals bei den Protesten wahllos festgenommene Menschen statt, die Röszk11. Die Vorwürfe reichen von Körperverletzung über Aufruf zum Aufstand bis hin zu Terrorismus.

Die Prozessführung war meilenweit von einem fairen Prozess entfernt. Es wurden ausschließlich Polizist_innen als Zeug_innen gehört, die von der Verteidigung berufenen Zeug_innen wurden nicht gehört. Einer der Angeklagten Ahmed A. wurde von Polizist_innen in Sturmhauben an einer Art Leine in den Gerichtssaal geführt, die Staatsanwaltschaft fordert 20 Jahre bis lebenslang wegen ‚Terrorismus‘ für ihn*. Beweise gibt es praktisch keine. Es gibt nur eine Videoaufnahme wie der Angeklagte wohl in ein Megaphon spricht.

Die Umstände des Prozesses brauchen dringend mehr kritische Öffentlichkeit, die Angeklagten solidariche Unterstützung. Freiheit für die Röszke11!

Mehr Infos gibt es hier in einem Artikel des Antifaschistischen Info Blatts. Und auf dem Röszke11 Blog.

 

  • Soli für den Wiederaufbau von Cizre und Sur am 25.06.16 im Epplehaus Tübingen

Kurzer Input und im Anschluss Konzert mit Geigerzähler

Plakat Soli20

  • Workshops auf dem Ract! festival Tübingen:Solidarität statt Charity? Volunteering und solidarische Unterstützungsarbeit für Geflüchtete und Migrant_innenSeit Herbst 2015 reisten tausende Ehrenamtliche nach Lesbos, Idomeni, usw. um Menschen auf der Flucht zu unterstützen. Es gründeten sich viele neue Initiativen. Von NGOs über unabhängige NoBorderKitchens bis hin zu anarchistischen Supportgruppen.
    independent volunteer outside of Presevo refugee camp, Foto: David Kaupp, Foto: David Kaupp
    independent volunteer outside of Presevo refugee camp, Foto: David Kaupp, Foto: David Kaupp

    Unterwegs, entlang der sogenannten Balkanroute, aber auch in lokalen Initiativen, fragten sich bald viele, ob es überhaupt möglich sei, ehrenamtlich zu unterstützen, ohne vom Grenzregime instrumentalisiert zu werden. Wie können wir Menschen unterstützen, ohne systemstabilisierend zu wirken?

    Eine weitere Problematik ist das Bild, das bald überall in den Medien und in den Social-Media Kanälen zu finden war: Überall wurde das Bild der weißen Helfer_innen und bedürftiger BPoC (Black People of Color) gezeigt und somit rassistische Denkmuster reproduziert. Wenn Unterstützungsarbeit einem antirassistischen Ansatz gerecht werden will, muss dieses oft als ‘white helper complex’ bezeichnete Muster reflektiert werden.

    Wir wollen einige Beispiele an alternativen, unabhängigen Unterstützungskonzepten vorstellen:
    von Soli-Küchen, über empowernde Unterstützung bei der Selbstorganisation bis hin zu Besetzungen. Im Anschluss wollen wir mit Euch über weitere Ideen diskutieren und überlegen, wie Solidaritätsprojekte hier eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe erreichen können.

    Wir sind eine lose Gruppe von weißen, an vielen Stellen privilegierten Menschen die seit November 2015 mehrfach entlang der sog. Balkanroute und in der Türkei unterwegs waren. Wir haben eine Soli-Küche in Serbien aufgebaut, an anderen Stellen versucht Menschen auf der Flucht zu supporten und verschiedene Solidaritätsprojekte besucht. Auf unserem Blog Refugee Support (DE/EN) schreiben wir auf Deutsch und Englisch über Migration, Flucht, Abschottungspolitik und Möglichkeiten zur solidarischen Unterstützungsarbeit.

    [An English translation will be available]

    Freitag, 03.06.2016 16:00 Zelt 1

    Flucht in den Krieg – Situation für Menschen auf der Flucht und Migrant_innen in der Türkei

    Sur
    Sur, Diyarbakir

    Seit Jahren fliehen Menschen aus Syrien, Irak und Afghanistan, aber auch aus vielen anderen Regionen der Welt in die Türkei. In vielen Städten gibt es riesige Geflüchtetencamps, doch ein Aslverfahren existiert nicht einmal im Ansatz. Immer wieder müssen Menschen auch innerhalb des Landes fliehen, wie letzten Herbst als hunderttausende vor dem Krieg in der Süd-Ost-Türkei aus den Städten unter militärischer Ausgangssperre flohen. Dabei gibt es kaum Unterstützung für die Menschen die innerhalb des Landes fliehen, die meist erst gar nicht als Geflüchtete anerkannt werden. Auch viele der Menschen die vor dem Krieg in Syrien flohen, müssen nun wieder mitten in einem Kriegsgebiet leben oder ein weiteres Mal fliehen.

    Der Workshop soll einen kurzen Überblick über die Situation für Menschen auf der Flucht und Migrant_innen in der Türkei geben. Der Workshop ist als eine Sammlung von Erfahrungsberichten und Erzählungen aufgebaut und nicht als wissenschaftliche Analyse. Dabei wird ein besonderer Fokus auf die größeren Städte wie Izmir und Istanbul, sowie auf die kurdischen Gebiete in der Süd-Ost-Türkei gelegt. Im Anschluss gibt es dann noch Raum für eine Diskussion.

    [English translation available]

Samstag, 04.06.2016 17:00 Zelt 1

 

  • 14.04.16 IS greift Geflüchteten Camps in Syrien an. Erdogans „Safe Zone“ ein schlechter Witz

Twitter thread: (drauf klicken, runter scrollen)

  • 11.03.16 KuZe Potsdam: Infotresen zu Politischer Gefangenschaft
No Prisons
Foto: David Kaupp
Vielerorts bestrafen Regierungen politischen Aktivismus mit Gefängnis. Es werden zwei Fälle vorgestellt: Ein Referent berichtet von der staatlichen Verfolgung von Widerstandskämpfer*innen in Syrien und zur lebensbedrohlichen Realität in den dortigen Zivil- und Militärgefängnissen. Aber Freiheitsstrafen als Sanktion für oder Prävention von politischen Widerstand passieren nicht nur „weit weg“: Ein Aktivist aus Marokko, der zur Zeit immer noch in Abschiebehaft in Griechenland sitzt, hat uns Informationen über die dortigen „Detonation Centers“ zur Verfügung gestellt, die wir mit euch teilen wollen.

Was können wir tun, um Politaktivist*innen im Knast zu unterstützen? Wie kann politische und praktische Solidarität aussehen? Der Eintritt ist wie immer frei. Bringt Solikohle mit, wenn ihr könnt!

Diese Veranstaltung wird zum Teil in englischer Sprache stattfinden.

Flüsterübersetzungen ins Deutsche sind möglich.

 Eintritt frei! Weitere Infos hier.

Aktueller Amnesty Bericht zu Kilis.

Border crossing Turkye / Syria close to Kilis. About 58,000 refugees are now waiting at the border to enter Turkey, but only severly injured refugees are allowed to cross.
Border crossing Turkye / Syria close to Kilis. About 58,000 refugees are now waiting at the border to enter Turkey, but only severly injured refugees are allowed to cross. – Foto: David Kaupp

 

Die humanitäre Lage in Sur und den anderen Städten und Bezirken unter Ausgangssperre spitzt sich weiter zu, doch die Polizei und Militär verweigern humanitärer Hilfe immer wieder den Zugang zu den umkämpften Gebieten. Auch medizinische Hilfe wird immer wieder blockiert.

  • 29.01.16 Situation für Geflüchtete in der Türkei: Izmir
  • 11.01.16 Neue Hausbesetzung in Solidarität mit Menschen auf der Flucht – Athen

Letzte Nacht wurde anscheinend im Stadtteil Exarchia in Athen ein weiteres Haus von Aktivist_innen für Menschen auf der Flucht besetzt. Eine ähnliche Besetzung gab es bereits vor einigen Monaten. Damals wurde die Notara26 besetzt, die derzeit als Unterkunft für Familien und Kranke auf der Flucht dient.

Mehr Infos hier (Englisch).

  • 07.01.16 Besetze kollektivbetriebene Seifenfabrik Vio.Me in Thessaloniki

Bilder aus der Fabrik die seit 2011 in Händen der Arbeiter_innen ist. In der Fabrik wird nun Seife aus natürlichen Bestandteilen hergestellt die von solidarischen Gruppen verkauft wird. In einer der Hallen der Fabrik wurde zudem ein Spendenlager eingerichtet um Sachspenden für Menschen auf der Flucht zu lagern.

 

  • 04.01.16 Helliniko Refugee Camp in Athen

Bilder aus dem isolierten Camp in Athen.

 

  • 30.12.15 Bilder aus Idomeni:
Refugee child in front of the border crossing
Refugee child in front of the border crossing Foto: David Kaupp

Bilder vom Grenzübergang und dem geschlossenen Refugee camp in Idomeni auf demotix und flickr.

 

  • 30.12.15 Start des Liveticker Griechenland!
highway exit Idomeni
highway exit Idomeni Foto: David Kaupp

Ab jetzt findet ihr auf unserem Blog regelmäßige Updates aus Griechenland.

Zuerst werden wir in Idomeni sein und dann weiter nach Thessaloniki reisen.

Erste Eindrücke aus Idomeni findet ihr hier.

 

  • Ankündigung: Ende des Monats werden wir wieder losfahren und diesmal aus Mazedonien / Griechenland berichten

Ende Dezember / Anfang Januar werden wir in Mazedonien und vor allem Griechenland unterwegs sein. Wir wollen die dortige Situation an den Grenzen dokumentieren, sowie über die politischen Proteste der Menschen auf der Flucht und lokaler Initativen berichten.

Derzeit planen wir wieder einen Liveticker auf twitter (@refugee_supp) und auf dem Blog einzurichten und im Anschluss ausführliche Berichte zu verfassen.

Weitere Infos folgen bald….

 

  • 21.12.15 ‚Alltag der Verfolgung: Unerträgliche Zustände subsaharischer MigrantInnen im Norden Marokkos‘

Bericht der Gruppen NoBorderMorocco & Western Med Alarm Phone (Englisch)

 

  • 10.12.15 *Terminankündigung* TEACH IN in Potsdam am 17.12.15

Am Donnerstag, den 17.12.15 organisieren wir ein Teach In um 12:00 Uhr im Foyer der Mensa am Campus Griebnitzsee. Kommt rum!

Teach In Potsdam 17.12.15

  • 06.12.15 Die No Borders Kitchen braucht Unterstützung!

Zur Crowd Funding Kampagne geht’s hier  (Englisch)

 

  • 04.12.2015: Situation in Idomeni spitzt sich zu

Die Proteste der Menschen an der mazedonisch-griechischen Grenze verschärfen sich. Ein Mensch ist an einem Stromschlag gestorben. Viele rufen verzweifelt: „Merkel help us.“ Jene hat selbst im Oktober verkündet, dass Zäune nicht helfen werden, wird aber sicher nichts gegen die, von ihr mit inszenierte, Abschottung Europas unternehmen.

No Nation – No Border – Anarchy is Order

Beitrag von Pro Asyl

Aktuelle Infos, Bilder und Videos aus Eidomeni an der mazedonisch-griechischen Grenze (Englisch)

 

Einige Eindrücke aus Rigonce an der slowenisch-kroatischen Grenze, an der Anfang November ein NATO-Draht Zaun gebaut wurde und aus dem hermetisch abgeschotteten Refugee Camp in Dobova

 

  • 29.11.15 taz.de: Mazedonien baut einen Zaun an der Grenze zu Griechenland

zum Artikel

 

Die Situation vor Ort hat uns alle nach der Fahrt nicht losgelassen und wir haben beschlossen weitere Projekte durchzuführen, um uns mit Menschen auf der Flucht zu solidarisieren.

Für eine Refinanzierung unserer privaten Ausgaben sammeln wir Spenden für die vergangene Aktion.

Gleichzeitig wollen wir ein neues Projekt ins Leben rufen:

Ein erster Ansatz soll eine mobile Küche in einem Transporter sein, mit der Menschen vor Ort eine große Zahl an Gerichten und heißen Getränken zubereiten können. Oft erschweren Behörden den Aufbau einer Zeltküche und machen es somit unmöglich, Menschen warmes Essen anzubieten. Eine mobile Küche würde uns und anderen Gruppen die Möglichkeit geben, für Leute auf der Flucht zu kochen, die meistens seit Wochen kein warmes Essen mehr gesehen haben.

Natürlich können wir nicht immer unterwegs sein, deshalb wollen wir diesen Transporter an andere Gruppen, die ähnliches vorhaben, verleihen, damit er möglichst oft vor Ort sein kann. Diese Art von Auto erfordert hohe Investitionen unsererseits und eine Menge Arbeitsaufwand. Wir würden uns freuen, wenn einige Interessierte uns bei diesem Projekt unterstützen würden.

Helft uns auf dem Weg zur Safe passage to Europe!

Mehr Infos dazu findet ihr hier.

 

  • 22.11.15 openDemocracy: „Why is the UNHCR supporting nationality based border restrictions?“

Ein lesenswerter Artikel (englisch) über die Rolle des UNHCRs, des UN Geflüchtetenhilfswerk, bei der Durchsetzung nationaler Grenzpolitik.

 

  • 19.11.15 Berlin: „About 3.500 students strike to show solidarity with refugees“

Fotografische Dokumentation der refugee strike Demo in Berlin

 

Einige fotografische Eindrücke aus Miratovac von David Kaupp. Dort müssen die Menschen auf der Flucht kilometerlang eine staubige Straße entlang laufen um die serbisch-mazedonische Grenze zu überqueren.