04.01.16 Athen

This post is also available in/Dieser Post ist auch verfügbar auf: Englisch

Refugees sleeping on Victoria square in Athens
Refugees sleeping on Victoria square in Athens, Foto: David Kaupp

Ein Großteil der Menschen auf der Flucht, die an der mazedonischen Grenze abgewiesen werden, also alle ohne syrischen, afghanischen oder irakischen Pass, werden gezwungen, mit Bussen nach Athen zu fahren. Für diese Busse müssen die Menschen zudem 20€ zahlen. Die Busse setzen die Menschen mittlerweile meist einfach im Stadtzentrum aus, nur wenige kommen zu den Refugee Camps und immer wieder werden Refugees dort abgewiesen.

Da mittlerweile zudem viele Hostels sich weigern zum Beispiel Menschen mit Marrokanischem Pass ein Zimmer zu geben, bleibt Vielen nur noch die Straße.

Am Victoria Square im Stadtzentrum schlafen jede Nacht Refugees auf improvisierten Betten aus Decken und Pappkartons. Da der Staat keinerlei humanitäre Versorgung stellt, haben Freiwillige begonnen täglich Essen und Decken auszugeben.

Nicht weit von Victoria Square befindet sich das besetzte Haus Notara26, das Familien und kranken Menschen auf der Flucht Unterkunft bietet. Die Priorisierung war eine Folge des überwältigenden Andrangs, da bei weitem nicht genug Plätze im Haus vorhanden sind, um allen Menschen ohne Unterkunft ein Dach über dem Kopf zu gewähren.

Bis Mitte Dezember konnten viele Menschen in einem Taek Won Do Stadium unterkommen. Dort waren teilweise bis zu 2,500 Menschen untergebracht.

Doch das Camp wurde geschlossen, ohne dass ausreichende Alternativen zu Verfügung gestellt wurden.

Eines der Camps das als Alternative zum Stadium dienen soll, ist Helliniko im Süden der Stadt. Einige Eindrücke aus dem komplett isolierten Camp findet ihr hier.

 

The Taek Won Do stadium were refugees that was used as a refugee shelter until mid December
The Taek Won Do stadium that was used as a refugee shelter until mid December, Foto: David Kaupp